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Holzpackmittelindustrie kämpft mit stark steigenden Holzpreisen

Die anhaltende Preisspirale auf dem Schnittholzmarkt setzt immer mehr Unternehmen der Branche zunehmend unter Druck. Die knappe Verfügbarkeit einiger Sortimente sei eine zusätzliche Belastungsprobe für die Betriebe, wie der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. in einer aktuellen Branchenumfrage berichtet. „Preise können sich mittlerweile fast täglich ändern“, beschreibt HPE-Geschäftsführer Marcus Kirschner die angespannte Situation.

Derzeit seien nicht mehr alle Sortimente für die Branche verfügbar, bis zu vier Monate Lieferzeit müssten einige Betriebe einplanen. Insbesondere Palettenhölzer, Sperrholz und Sondereinschnitte sind betroffen. Die boomende Holzbaubranche hierzulande, der exorbitante Holzbedarf in Nordamerika und die eingebrochenen Lieferketten aus Skandinavien und Osteuropa verschärfen die Holznachfrage aus deutschen Sägewerken weiter.

Manche Holzpackmittelhersteller berichten, ihre Produktion aufgrund von Materialknappheit bereits gedrosselt oder gar kurzzeitig unterbrochen zu haben. Diese Aussagen spiegeln sich auch in der aktuellen Branchenumfrage wider, für die 106 Unternehmen zu ihrer wirtschaftlichen Lage befragt wurden. Hiernach geben die Unternehmen an, dass sie die größten Herausforderungen für die kommenden sechs Monate bei der Preisentwicklung im Holzeinkauf (71 %), bei der Holzverfügbarkeit der Sortimente (60 %) und beim Bereich Einhaltung der Lieferzusagen der Lieferanten (47 %) erwarten. Befragt zum Einkauf ihrer gängigsten Sortimente, gaben die Unternehmen Schnittholz als das Sortiment mit den höchsten Preisänderungen an (24 %).

Die preisliche Steigerung für Sperrholz liegt bei ca. 21 %. Aber auch die Preise für die für Verpackungen benötigten OSBSortimente haben deutlich angezogen (18 %). Das spiegeln laut Bloomberg auch die lumber futures wider, die am 18. Februar erstmalig auf über 1.000 $ pro 1.000 board feet geklettert sind. Letztendlich verdeutlichen die Ergebnisse, dass die aktuelle Preisentwicklung im Holzeinkauf neben der Holzverfügbarkeit eine enorme Herausforderung für die Unternehmen der Holzpackmittelindustrie darstellt.

„Geht die Entwicklung in dieser Form in den kommenden Monaten weiter, womit laut Branchenumfrage mindestens für die kommenden sechs Monate zu rechnen sei, ist es nicht mehr ganz auszuschließen, dass bestimmte Paletten- und Holzpackmittelhersteller nicht mehr ausreichend Transportmittel werden produzieren können“, warnt Kirschner abschließend eindringlich. „Da die Preisbereitschaft auf dem kostensensiblen Holzpackmittel- und Palettenmarkt stets sehr gering ist, kommt es in der jetzigen Situation umso mehr darauf an, dass Lieferanten, Unternehmen und Kunden sich auf ihre langjährigen Geschäftsbeziehungen besinnen. Nur so wird es gemeinschaftlich möglich, die derzeitigen Herausforderungen zum Vorteil und Gewinn aller zu bewältigen.


Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter www.hpe.de

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